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Fan-Reporter: Auftaktsieg bei der EuroBasket 2015!

Endergebnis_IslandErstes Spiel, erster Sieg: die Deutschen Basketballer schlagen im ersten Vorrundenspiel die Mannschaft aus Island mit 71:65. Dabei überzeugten die Jungs von Chefcoach Chris Flemming über weite Teile der Spielzeit, besonders die NBA-Profis Dirk Nowitzki und Dennis Schröder sicherten mit jeweils 15 Punkten den Erfolg.

Ein einfaches Spiel, einen klaren Erfolg hatten wohl nur die wenigsten erwartet. Gegen die Isländer, bei ihrer ersten Turnierteilnahme großer Außenseiter in der Gruppe B, sollte ein Sieg her, letztlich egal wie. Daher war es nicht überraschend, wie stark die Underdogs dagegen hielten und das Spiel weitestgehend ausgeglichen gestalteten. Das 71:65 zum Auftakt der EuroBasket 2015 ist daher ein wichtiger Erfolg auf dem Weg zum Ziel: Die Finalrunde in Lille.

So war Coach Flemming zufrieden mit dem Ergebnis, selbst wenn es am Ende noch einmal eng wurde: „Das war ein guter Start, kein besonders schöner, aber ein guter,“ sagte Flemming nach der Partie. Ein erfolgreicher Start sei nun mal sehr wichtig, um richtig in ein Turnier zu kommen. Außerdem verschaffe er Selbstvertrauen, selbst wenn es gegen den vermeintlichen Außenseiter in der Gruppe ginge – zu keinem Zeitpunkt habe er die Isländer unterschätzt. „Ich habe sie während der Vorbereitung oft beobachten und analysiert. Sie spielen mit ihrem recht kleinen line-up einen sehr anspruchsvollen Stil, und geben nie auf.“ Genau so trat es gegen Flemmings Team auch ein.

Das erste Viertel war recht ausgeglichen. Die Deutschen kamen gut rein, Island ließ sich aber nicht abschütteln. 20:14 der Stand nach zehn Minuten. Auffällig waren dabei die vermehrten Fouls auf beiden Mannschaften, die fünf Teamfouls waren früh erreicht. Kein ruppiges Spiel, doch nickelig ging es schon zu.
Im zweiten Viertel zog die Deutsche Mannschaft dann etwas davon. Den beiden NBA-PROFIS Dirk Nowitzki und Dennis Schröder war ihre Spielfreude anzuerkennen. Agil und flink der eine, ruhig und erfahren der andere. Das Spiel der Deutschen brachte die Isländer aus dem tritt, einfache Körbe wollten nicht mehr fallen. So endete das zweite Viertel mit 21:12 für die Hausherren.

Nach der Pause war die Sache dann aber nicht mehr ganz so eindeutig. Die Mannschaft von der Insel hatte sich einiges vorgenommen, kam aus der Kabine mit gehörig Portion Energie und ließ sich tragen von der wiedergefundenen Euphorie. Sie scorten und scorten. Da waren die Punkte von Schröder, Nowitzki und dem Rest der Mannschaft immens wichtig, denn sonst wäre es nach 30 Minuten noch enger zugehen können. 18 zu 17 Punkte war das Resultat des dritten Viertels.

„Eigentlich wussten wir, was uns erwartet. Wir kamen aus der Kabine mit der Überzeugung, dass das Spiel noch nicht gelaufen sein würde und trafen trotzdem einige falsche Entscheidungen,“ sagte Anton Gavel dazu. Denn bei einem knappen Viertel sollte es nicht bleiben. Island kam im letzten Vierten gefährlich nah ran, Deutschland schaffte es nicht, Ruhe in die Aktionen zu bringen und auch wieder zu netzten. So endeten die letzten zehn Minuten mit einem 12:22 aus deutscher Sicht.

„Wir sollten jetzt nicht übertreiben, die Dinge schlecht zu reden. Vielmehr werden wir die Zeit bis morgen eingehen für die Analyse nutzen,“ sagte Coach Flemming noch zu der ersten Partie, um sich dann gleich mit dem nächsten Gegner zu beschäftigen. „Serbien wird ein ganz anderes Spiel. Das ist eine ganz andere Mannschaft.“ So geht der Trainier eben mit dem Auftakterfolg bei der 39. Basketball-Europameisterschaft um: Punkte einfahren, Abhaken, weiter fokussieren. Auf dem Weg nach Lillie ist in dieser überaus starken Gruppe eben mehr gefragt als schönes Spiel.

Starting Five: Schröder, Nowitzki, Pleiss, Zipser, Gavel

 

Philipp Laberenz, Fan-Reporter

05.09.2015 | 0 Kommentare

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