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Fan-Reporter: Deutliche Niederlage beim zweiten Aufeinandertreffen mit Kroatien

Dirk und DennisNachdem die deutsche Mannschaft zwei Tage zuvor in Zagreb nur knapp in der Verlängerung verloren hatte, gelang es Chris Flemings Truppe diesmal nicht an die guten Ansätze anzuknüpfen. Vor gut gefüllter Kulisse in der Bremer ÖVB Arena reichte es nur für ein 63:80-Ergebnis gegen eine starke kroatische Mannschaft. Vor allem Dennis Schröder, der im Hinspiel aufgrund von Ballverlusten nicht frei von Kritik blieb, stemmte sich mit 19 Punkten und sieben Assists bei 60% Trefferquote aus dem Feld am meisten gegen die Niederlage. Abgesehen von Robin Benzing, der aufgrund einer Erkältung ausgefallen ist, war das Team vollzählig. Sein Fehlen hat sich auf der Position des Power Forwards bemerkbar gemacht, wenn Dirk Nowitzki auf der Bank saß.

Die Anfangsphase konnte Deutschland, wie in Zagreb, noch dominieren und hatte im ersten Viertel die beste Phase des gesamten Spiels. 14:7 stand es nach fast acht Spielminuten. Der Vorsprung war bis zum Viertelende jedoch bereits verspielt. Das zweite Viertel markierte den schwächsten Spielabschnitt der Deutschen und ging mit 11:24 an Kroatien. Insbesondere die Offensive kriselte zu diesem Zeitpunkt. Chris Fleming sagte entsprechend: „Wir haben den Rhythmus in der Offensive verloren und einige schlechte Entscheidungen getroffen. Das hat uns auch defensiv geschadet, da dadurch Schwächen in der Transition Defense ausgenutzt werden konnten. Von dieser Phase konnte sich das Team im weiteren Spielverlauf nicht mehr erholen.“

NielsDer 12-Punkte Rückstand aus der Halbzeitpause hat sich im dritten Viertel auf 17 erhöht, da Kroatien mit einer Zonenverteidigung und vielen Fouls weiterhin den Offensivrhythmus unserer Jungs zu stören wusste. Das 26:15 Freiwurfverhältnis für Deutschland ist einer der wenigen positiven Statistiken dieses Spiels. Die kroatische Truppe rund um NBA-Spieler Bojan Bogdanovic, der heute blass blieb, Mario Hezonja und Damjan Rudez zeigte ihre Qualitäten vor allem beim Distanzwurf. Mit 13 erfolgreichen Dreipunktewürfen standen hatten sie sechs Treffer mehr, als die deutsche Nationalmannschaft.

Im Schlussviertel konnte Deutschland keine Ergebniskosmetik betreiben, aber gestaltete den Spielabschnitt ausgeglichen. Wieder waren alle 13 Spieler im Einsatz und auch im Supercup in Hamburg wird derselbe Kader antreten. Erst dann wird entschieden, welche Spieler es nicht in den EM-Kader geschafft haben.

„Eine Erfahrung, die gemacht werden musste“ stellte Coach Fleming nach dem Spiel fest und merkte an, dass vor allem an der Ballbewegung gearbeitet werden wird. Dass hier noch Defizite herrschen, wo zentrale Spieler wie Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Tibor Pleiss erst seit Kurzem dazu gestoßen sind, ist nicht verwunderlich.

Auch, wenn das Spiel aus deutscher Sicht nicht unbedingt ein sportliches Highlight darstellte, kamen die Fans auf ihre Kosten. Es gab nicht nur Gewinnspiele und ein Unterhaltungsprogramm, sondern auch Kontakt zu den meisten Spielern, die sich nach dem Spiel für Autogramme und Gespräche bereitstellten. Es war anzumerken, dass Basketball-Deutschland heiss auf die Europameisterschaft und ein gutes Abschneiden ist. Für die Truppe um Dirk Nowitzki gilt es jetzt in den restlichen Vorbereitungsspielen die richtige Chemie und Rotation zu finden und dabei half auch mit Sicherheit dieses Testspiel in Bremen.

 

Gepunktet haben: Schröder(19), Zipser(8), Giffey(7), Nowitzki(7) Schaffartzik(6), Gavel(4), King(4), Zirbes(4), Pleiss(4)

 

Von Eduard Keller (Fan-Reporter)

17.08.2015 | 0 Kommentare

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